Direkt zum Hauptbereich

Bring me the Horizon - amo - Album Rezension

Juten Tag!

Sehnsüchtig erwartet wurde sie. Die neue Platte von Bring me the Horizon. Wer meinen Blog bis jetzt aufmerksam verfolgt hat, wird mitbekommen haben, dass ich ein Fan dieser Band bin, und ja! Auch von den neuen Sachen. "Thats the Spirit", welches einer Menge Leute schon viel zu poppig war, habe ich abgefeiert bis zum geht nicht mehr. 
Es ist immer wieder interessant wie unterschiedlich die Fans dieser Band sind. Da gibt es die headbangenden, moschenden Metal Leude, die sich nen Ast freuen, wenn Oli bei den Konzerten der aktuellen Tour mal für ein paar Momente alte Kracher wie "Chelsea Smile" oder "Pray for Plaques" anstimmt.
Und dann gibt es die Fans der neueren Sachen, die sich Regenschirme (Logo des Albums "Thats the Spirit") tättowieren lassen und ausrasten wenn Songs von der Band im Radio gespielt werden.
Einige regen sich regelmäßig darüber auf, wie negativ die Entwicklung der Band doch ist, doch das finde ich persönlich nicht.
Dass BMTH jetzt mit dem Neuling "amo" full pop gehen und das nicht jedem gefällt war mehr als abzusehen. Jedoch finde ich die Entwicklung sogar ziemlich beeindruckend.
Warum darf sich ein Band nicht auch mal weiterentwickeln? Nicht jede Künstler Kombo muss über Jahrzente hinweg den exakt selben Stil vertreten, nur weil das eben den alten Fans gefällt und man bloß keinen vergraulen will. Wie Oli auch selbst in einem Instagram Statement, ein paar Tage nach Veröffentlichung des Albums sagt, findet er es gut und spannend zu beobachten, wie sich die Fans in zwei Lager spalten. 
Ich gehöre, um mal konkrekt auf das Album einzugehen, zum Lager "Ich war erst etwas irritiert, bin aber jetzt ein bisschen verliebt". 
Dieses Album bietet eine derartige Genre Bandbreite, wie man sie lange Zeit nicht mehr beobachten durfte.
Nehmen wir mal den Opener "sorry if you felt something" oder den Interlude Track "ouch", wovon letzteres ein instrumentales kleines Highlight für mich ist. Schnell Beats, dazu eine niedliche Frauenstimme. Hier wird der Genre Begriff absolut neu definiert.

Meiner Meinung nach ist zwar ein klar erkennbarer roter Faden nicht auf den ersten Blick ersichtlich und auch, der sich langsam anbahnende und doch plötzliche Genrewechsel wirkt erst mal etwas verwirrend, jedoch wird in einigen Interviews der Jungs deutlich warum sie so gehandelt haben.
Die Beweggründe für dieses Richtungsgewaltige Album warum nämlich zum Teil ganz banal. Die Bandmitglieder hören selber kaum noch Metal oder Metal Core. 
Einfach weil das aktuelle Angebot in diese Richtung nicht recht groß und gut ist. Sie holen sich Einflüsse aus Electro, Drum n Base, Rap und Indierock, was für eine unfassbare Reichweite auf dem Album sorgt.
"Nihilist Blues" kommt zB. daher wie ein softer Goa Track, wobei in "Sugar Honey & Ice Tea" wieder viel mehr mit Gitarrenrifs gearbeitet wird. Besonders begeistert bin ich tatsächlich von "in the dark". Dieser Song ist unfassbar gut produziert, mitreißend wie emotional und hat den absoluten Wiederhör Faktor. Auch selbstironische Tracks wie "heavy metal", die so gar nicht nach klassischem Metal klingen, tun dem Gesamtbild auf amo gut.
Ein zwar emotionaler- und auf Konzerten sicher ein absoluter Mitsing Song, der aber trotzdem der schwächste für mich ist, ist "mother tounge". Nicht weil man, im Chorus nicht super "Dont say you love me FALA AMO" mitgrölen könnte, sondern weil er selbst fürs Radio zu weichgespült klingt. Ein schöner Song, nur kommt er nicht gegen Songs wie "MANTRA" oder den Ohrwurm "Medicine" an.
Ihr merkt also, sie haben mich gekriegt mit ihrem Album. Und auch wenn man kein Fan der Band ist, könnte sich gerade jetzt, bei diesem Genreübergreifendem Album für jemandem mit "amo" eine neue musikalische Welt auftun, denn ich bin sicher: BMTH können sich vor neu dazugestoßenen Fans kaum retten.
Hört mal rein, auch wenn ihr alles bisherige nicht so geil fandet. Bei "amo" ticken die musikalischen Uhren etwas anders.

Tüdelü!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Erdbeertörtchen, Patti Smith und (ein Jahr) älter werden!

 Hello hello hello! Nun sitze ich hier - an meinem FUCKING Geburtstag - und höre etwas zu laut Patti Smith, während die Sonne untergeht. Ich liebe alles daran, falls es jemanden interessiert. Ich bin also heute 28 Jahre alt geworden und dachte aus einem kreativem Impuls heraus: warum keinen kleinen Blog Beitrag verfassen? Also here we go! Zum Thema älter werden habe ich den ein oder anderen Gedanken, mit dem ich bereits hier und da angeeckt bin, dabei erscheint der mir als gar nicht SO radikal aber Menschen sind unterschiedlich, right? Meine Gedanken gehen jedenfalls so in die Richtung, von: junge, älter werden ist ein absolutes PRIVILEG. Ich habe es bereits geschafft, 28 Jahre lang nicht zu sterben!! Alleine DAS muss man feiern. Aber ich würde auch die Meinung vertreten, dass man im Idealfall immer schlauer, weiser und reicher (im Inneren...ggf. auch auf dem Bankaccount) wird. Natürlich kann älter werden auch mit diversen Problemen einhergehen und ggf. sind auch Krankheiten o.ä. e...

Thriving im Frühling mitsamt neuer Musik

What's poppin? Ein guter Song auf meinen Ohren, draußen regnet es und die Natur sieht so maximal thriving und lebendig aus, aufgrund von... Frühling I guess! - I love it! Heute soll es nur um Schönes gehen, manchmal braucht man etwas Kontrast zu allem was in dieser Welt abgeht - also here we go! Im Zuge des aus allen Nähten platzenden Frühlngserwachen, habe auch ich mich nicht zurück halten können UND eine entsprechende Playlist erstellt - wie könnte es auch anders sein? Ich habe sie "on the edge / to sth new" genannt - weil genau so ist es gerade. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr einen neuen Song entdeckt und ihr eine ganze verdammte Playlist um ihn herum kuratieren wollt? ODER man spielt den Song immer und immer wieder von vorne, weil man ihn maximal auskosten möchte. Anknüpfend an diese Gefühle, hier meine Top 3 Songs aus meiner brandneuen Playlist: Too easy - Connor Price, Nic D - ich bin ganz ehrlich mit euch, wenn ich sage, dass ich diesen smoothen Song, GESTERN ABEND...

Kaffee, neue Songs und eine Ode an die Musik

  Hallo Hallo Hallo!  Blogpost aus dem Februar diesen Jahres: Disclaimer, bevor es in's Thema geht: Die aktuellen osteuropäischen, politischen Entwicklungen schockieren nicht nur mich, sondern vermutlich alle, die sich damit befassen und auch nur für eine kurzen Moment die Nachrichten verfolgen. Ich möchte nicht zu viel dazu sagen, außer dass es wichtig ist, trotz allem Wahnsinn ein wenig an sich zu denken und Dinge in seinen Tag einzubauen, die einem gut tun. Mir persönlich tut gerade das schreiben, sowie Musik hören gut - weswegen ich beschloss diesen Post heute zu schreiben.  Ich glaube, dass jeder mit der Situation sehr unterschiedlich umgeht und das ist okay, denn in solchen Zeiten brauchen wir nicht noch Judgement, in Bezug auf unseren persönlichen Umgang mit dem Horror, der passiert. Schaut euch 24/7 die Nachrichten an oder informiert euch super ausführlich, wenn euch danach ist. Wenn ihr allerdings genau das Gegenteil fühlt, und das zum Beispiel bedeutet: ...