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Neue Indiemusiker - Empfehlungen 2.0

Moini Moin Moin!

Herzlich Willkommen zum heiß begehrten und langersehntem zweiten Teil von meinen ganz persönlichen Indiemusik Empfehlungen. Ich hoffe ihr habt euch von Landon Tewers harten Texten erholt und freut euch auf drei, tolle neue Artists! Wer den ersten Post noch nicht gelesen hat, findet ihn hier:

https://microphoncheck.blogspot.com/2018/07/neue-indiemusiker-empfehlungen-10.html 

Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich noch ein paar mehr Künstler vorstellen kann und will, als in diesen Teil passt. Deswegen wird es mindestens noch einen dritten Teil geben. *freu*
Aber jetzt starten wir direkt mit dem ersten Künstler.


1. Fil Bo Riva 

Irgendwann Nachts. Ich liege im Bett, höre Radio. (Nachts läuft da meist der beste Kram, echt!) Ich bin fast am eindösen, plötzlich kommt ein Song.
Nichts ungewöhnliches bei einem Radio Sender, dennoch war das nicht irgendein Song und vor allem nicht irgendeine Stimme. Sowas rauchiges und tiefes hatte ich sonst höchstens beim Sänger von "Annenmaykantereit" gehört. 
Ich war fasziniert und weiß noch, dass ich sofort runter zu meinem Dad gegangen bin um ihn diese Stimme, diese Musik zu zeigen. Ich bin nämlich ein Mensch, der gerne Musik am liebsten mit all seinen Mitmenschen teilt. Mein Vater fands super und so saßen wir Nachts im Wohnzimmer und hörten Fil Bo Riva. 
Der besagte Song war "Like Eye Did." Mega gute Nummer. Total schön und mitreißend.
Sein Singer/Songwriter Pop mit Folk und Soul Einflüssen kommt gut bei Indie Fans an! Der gebürtige Italiener, der jetzt in Berlin lebt, bespielte in letzter Zeit viele Festivals und scheint ein bisschen durch die Decke zu gehen. 
Der neue Song "Blindmaker" ist voll von verspielten Gitarrensounds und neuen, ungewohnten Einflüssen. Was jedoch bleibt ist die markante Reibeisenstimme.
Seine aktuelle Tour ist fast ausverkauft, was zeigt wie beliebt seine melancholische Musik zur Zeit und hoffentlich noch lange ist.
Merkt euch den Namen von diesem talentiertem Lockenkopf!


2. Christine and the Queens 

Huch? In welcher Sprache singt die Frau denn? Jup. Das ist Französisch. Beziehungsweise eine gekonnte Kombination aus Französisch und Englisch. Frenglisch quasi.
Die Künstlerin mit dem melodiös klingende Namen Héloïse Letissier kommt ursprünglich vom Tanz, hat aber dann zu Musik umgesattelt.
Ihre tänzerischen Wurzeln verleugnet sie aber nicht, im Gegenteil. Bei Liveauftritten baut sie Tanzelemente in Form von theatralischen Perfomances ein.
Da ich sonst keinen großen Zugang, beziehungsweise Bezug zu Musik aus Frankreich habe, finde ich Christine and the Queens irgendwie erfrischend. Mal was neues. 
Ihre Stimme kann man sich super anhören, vor allem wenn sie etwas in ihrer Muttersprache daher haucht, von dem ich so wunderbar wenig verstehe.
Ihr Stil ist geprägt von verschiedenen Einflüssen. Zum einen natürlich durch die klassisch französische Chanson, gemixt mit modern Rythm and Blues, sowie Pop und feinen Elektro Elementen.
All dies ergibt eine einzgartige Mischung, bei der man einfach hinhören muss.


3. Leoniden

"I never sleep cause sleep is the Cousin of death!", "Im living in a place, that fucks me up." Man merkt diese Band hat was zu erzählen. Sie fängt den Zeitgeist, die jugendliche Wehleidigkeit ein aber das auf eine unfassbar coole Art und Weise. Seit 2005 existiert die Indie Rock Band aus Kiel, die als Schülerband startete. In der aktuellen Formation bespielen die Jungs seit 2014 die Bühnen Deutschands.
Bei den Leoniden, wird neben der ultra guten Musik auch sonst alles selbstgemacht. Mit ihrem eigenst gegründeten Label "Two Peace Signs" managen sie alles selbst. Sogar der Merch wird selbst verpackt und verschickt. Auch bei ihren Konzerten bauen sie in der Regel alles eignständig auf.
Ich hatte das Glück, sie schon einmal auf dem Abifestival 2017 live zu sehen. Es war einfach mega gut, jungen Leuten dabei zuzuschauen wie sie in dem was sie tun, komplett aufgehen und alles geben. Man merkt in den Songs, aber auch Live wie viel Liebe und Herzblut sie in jeden Song, jeden Moment des Aufritts stecken. 
So eine Energie hatte ich lange nicht mehr bei einer Band erlebt. 
Leoniden beim Abifestival 2017
Der Stil der Musik ist ziemlich außergewöhnlich. Oft rockig, irgendwie schrill aber immer gut. Die Genres Punk, Grunge sowie Funk und Soul finden aber auch einen Platz in ihrer Musik.

Die Stimme des Sängers brilliert bei den hohen Tönen, was man super bei "The Tired" hören kann. 
Das erste Album lieferte schon einige hammer Songs ("Nevermind", "1990", "Sisters") doch darauf ruht sich die sympathische Band nicht aus, das zweite Album "Again" wird am 26.10 veröffentlicht. Man darf gespannt sein, die erste Single daraus "Kids", war schon eine eingängige, gute Nummer.



Thats it. Auch dieses Mal hoffe ich, meine Begeisterung konnte sich ein wenig auf euch übertragen. 
Gebt den Künstlern ne Chance und hört mal rein.
Habt einen wundeschönen Tag!





Adios!

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